Berufsorientierungsprogramm (BOP)
Den eigenen Weg zu finden, beginnt mit einer guten Orientierung. Das Berufsorientierungsprogramm unterstützt SchülerInnen dabei, ihre Interessen und Stärken zu entdecken, berufliche Möglichkeiten kennenzulernen und eigene Ziele zu entwickeln. So entsteht eine erste Grundlage für bewusste Entscheidungen über den weiteren Bildungs- und Berufsweg.
Welcher Beruf passt zu mir? Was kann ich besonders gut? Und welche Möglichkeiten stehen mir nach der Schule offen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzen sich Jugendliche im Berufsorientierungsprogramm auseinander.
Ziel des Programms ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten. Dabei geht es nicht nur darum, verschiedene Berufe kennenzulernen, sondern vor allem darum, eigene Interessen und Stärken zu entdecken und realistische Vorstellungen von der beruflichen Zukunft zu entwickeln. Praxisnahe Erfahrungen helfen dabei, eigene Entscheidungen zu treffen und passende nächste Schritte in Richtung Ausbildung oder weiterführender Bildungswege zu planen.
Finanziert wird das Programm durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie das BIBB.
Rund 900 Jugendliche – zahlreiche Möglichkeiten
Jedes Jahr nehmen rund 900 bis 1.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 am Berufsorientierungsprogramm teil. Gemeinsam mit den Kooperationsschulen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim erhalten sie die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und eigene Interessen und Stärken zu entdecken.
Ansprechpartner/in
Einblicke aus der Berufsorientierung
Zu den Kooperationsschulen gehören:
- Anne-Frank-Schule Meppen
- Bödiker OBS Haselünne
- Friedensschule Lingen
- Karindal-von-Galen-Schule
- Marienschule Lingen
- Oberschule Twist, Schule am See
- Maximilianoberschule Rütenbrock
- Oberschule Salzbergen
- Oberschule Lengerich
- Oberschule Spelle
- Gesamtschule Emsland
- Martinus - Oberschule Haren
- Johannesschule Meppen
Eigene Stärken entdecken
Den Einstieg bildet eine Kompetenzfeststellung nach Profil AC. Unter fachlicher Begleitung können die Jugendlichen ihre persönlichen Stärken und berufsrelevanten Kompetenzen erkunden. Verschiedene Aufgaben und Tests geben dabei Einblicke in kognitive Fähigkeiten ebenso wie in soziale und persönliche Kompetenzen.
Die Ergebnisse dienen als erste Orientierung für die anschließenden Berufsorientierungstage. Auf dieser Grundlage können die Jugendlichen Berufsfelder auswählen, die besonders gut zu ihren Interessen und Stärken passen.
Seit 2026 führen die Schulen die Kompetenzfeststellung eigenständig durch. Grundlage hierfür ist der Erlass zur Beruflichen Orientierung des Landes Niedersachsen, der Kompetenzfeststellungsverfahren als verbindlichen Bestandteil der schulischen Berufsorientierung stärkt. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die anschließenden BO-Tage, die die Campus Handwerk GmbH in enger Abstimmung mit den Schulen gestaltet. So greifen schulische Berufsorientierung und praktische Erfahrungen ineinander und begleiten die Jugendlichen gemeinsam auf ihrem Weg in die Arbeitswelt.
Zwei Wochen Berufswelt zum Ausprobieren
Vor den BO-Tagen finden zwei vorbereitende Termine statt: Im ersten Termin lernen die Schülerinnen und Schüler das Projektteam kennen. Durch verschiedene Übungen erfolgt eine persönliche Standortbestimmung. Auf dieser Grundlage wählen die Jugendlichen die für sie passenden Berufsfelder aus. Der zweite Termin dient der Vorbereitung und informiert über Ablauf und Organisation der BO-Tage.
Während der zweiwöchigen BO-Tage können die Jugendlichen in fünf verschiedenen Berufsfeldern selbst aktiv werden, praktische Tätigkeiten ausprobieren und einen authentischen Eindruck vom Arbeitsalltag gewinnen.
Ob Elektroinstallation, Floristik, Bau und Holz, Büro und Verwaltung oder Mediengestaltung – die Bandbreite der angebotenen Berufsfelder ist groß. Dazu gehören unter anderem Metalltechnik, Gastronomie, Informationstechnik, Verkauf, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Textildesign, Gesundheit und Soziales, Garten- und Landschaftsbau, Kfz-Technik, Haarpflege und Kosmetik, Recht, Schutz und Sicherheit sowie Umwelttechnik.
Auch nach den BO-Tagen geht die Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen weiter. In einem individuellen Reflexionsgespräch betrachten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einer Fachkraft ihre Eindrücke und ordnen diese ein. Dabei geht es vor allem darum, Erkenntnisse für die weitere berufliche Orientierung zu gewinnen und nächste Schritte zu planen – beispielsweise bei der gezielten Suche nach einem Praktikumsplatz.
Zum Abschluss erhalten alle Teilnehmenden ein persönliches Zertifikat, das ihre Teilnahme am Berufsorientierungsprogramm dokumentiert. Es macht die gesammelten Erfahrungen und Einblicke sichtbar und bietet Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten eine gute Grundlage, den weiteren Berufsorientierungsprozess gemeinsam zu begleiten.
Praxis braucht starke Partner
Eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung des Programms ist die langjährige und bewährte Zusammenarbeit mit starken Kooperationspartnern. Gemeinsam mit rund 30 fachlich geschulten und engagierten Anleitenden und Partnern wie der Reholand GmbH, der Marienhausschule Meppen und der VHS Meppen gestaltet die Campus Handwerk GmbH ein vielfältiges und praxisnahes Angebot an den Standorten Meppen, Lingen und Nordhorn.